„35 Stunden“ erhält Unterstützung durch CDU-Politiker Weinberg


Pressemeldung

Die Katholische junge Gemeinde (KjG) begrüßt die Forderung von CDU-Familienpolitiker Weinberg nach einer 35 Stunden-Woche für Schülerinnen und Schüler. Der Bundesverband der KjG und die KjG in Nordrhein-Westfalen unterstützen diesen Vorschlag, der aus einem Gespräch mit Herrn Weinberg vor zwei Wochen in Berlin hervorgegangen ist. Sie sehen darin die eigene Wahrnehmung von zunehmendem Leistungsdruck an Schulen bestätigt. Mit einer Online-Petition und weiteren Gesprächen mit Jugend- und BildungspolitikerInnen will der Kinder- und Jugendverband die gesellschaftliche Diskussion über das Verhältnis von Schulzeit und Freizeit vorantreiben.

Erste Gespräche hat die KjG dazu bereits im Mai in Berlin geführt. Marcus Weinberg, Bundestagsabgeordneter und familienpolitischer Sprecher der CDU-Faktion, sagte dort KjG-Bundesleiterin Anne Schirmer seine Unterstützung zu: „Als familienpolitischer Sprecher meiner Fraktion nehme ich das Thema zeitliche Überlastung von Kindern und Jugendlichen sehr ernst. Zudem teile ich die Einschätzung, dass ehrenamtliches Engagement von jungen Menschen weiterhin auch neben Schule, Ausbildung, Studium und Beruf möglich sein muss. Dafür setze ich mich in meiner Fraktion ein und unterstütze ihr Anliegen, die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement von jungen Menschen zu verbessern.“

Am Dienstag hat Weinberg erklärt, dass Schülerinnen und Schüler bis zu 45 Stunden in der Woche lernen und er deshalb für eine maximale 35-Stunden-Woche eintrete. ParteikollegInnen unterstützten ihn darin, BildungspolitikerInnen wie NRW-Schulministerin und aktuelle Präsidentin der Kultusministerkonferenz Sylvia Löhrmann haben auf die Forderung bereits reagiert. „Herr Weinberg leistet damit einen wertvollen Beitrag zu der Diskussion, unter welchen Bedingungen und zu welchem Preis unser Bildungssystem seinem Auftrag nachkommen soll“, so Peter Otten, Geistlicher Leiter der KjG im Erzbistum Köln, der sich über die Initiative seitens der Politik freut.

Die KjG beobachtet bereits seit Langem, dass Schule immer mehr Zeit im Leben von Kindern und Jugendlichen beansprucht und Bildung sich sehr auf das Schulsystem fokussiert. „Fachwissen ist das eine, doch Persönlichkeitsentwicklung und soziales Lernen vollziehen sich vor allem außerhalb von Schule. Dafür aber muss jungen Menschen Zeit gegeben werden, wie es auch das Recht auf Freizeit in der UN-Kinderrechtskonvention beschreibt“, begründet KjG-Bundesleiterin Anne Schirmer die Forderung der KjG.

Um dieses Anliegen in die Politik zu tragen hat die KjG in NRW die Kampagne „35 Stunden & keine Minute länger“ gestartet. Bisher wurden 50.000 Karten an Schülerinnen und Schüler verteilt, die diese an Landespolitiker schicken sollen. Erwachsene können die Forderung nach einer 35 Stunden-Woche mit einer Online-Petition unterstützen.
„Politik und Gesellschaft müssen endlich darüber diskutieren, ob Bildung allein in der Schule stattfinden und wirtschaftlichen Zielen dienen soll, oder ob wir nicht auch außerschulisches Lernen wieder in den Blick nehmen“ sagt Julia Niekamp, Landessekretärin der KjG in NRW. Sie bietet der Politik wie etwa der verantwortlichen Ministerin Frau Löhrmann an, daran mitzuarbeiten, ein ausgereiftes 35-Stunden-Modell zu entwickeln, das sowohl die schulischen Anforderungen berücksichtigt, als auch dem Bedürfnis von Kindern und Jugendlichen nach selbst gestalteten Räumen und Zeiten gerecht wird. „Hier machen Kinder und Jugendliche doch jene Erfahrungen, die ihre Persönlichkeit prägen und darüber hinaus wichtige Impulse für ihre Berufsbiographie geben.“

Die Online-Petition kann unterzeichnet werden auf: www.openpetition.de/petition/online/35-stunden-keine-minute-laenger-schulzeit-begrenzen. Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf der Homepage www.kjg-nrw.de, den Beschluss des KjG-Bundesverbands auf www.kjg.de/35stunden.

(Pressemeldung vom 05.06.2014, KjG Bundesverband und KjG NRW)

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